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Leserbrief zum Thema Windkraftanlagen in Schwerte Ergste

Das Bundeskabinett hat am 12.08.2020 ein „Investitionsbeschleunigungsgesetz“ beschlossen,  ein „Sondergesetz für die Windindustrie“. Bisherigen Rechte von Bürgern und Gemeinden in Bezug auf Windkraftprojekte sollen erheblich eingeschränkt werden.

Das Unternehmer - ABO-Wind aus Wiesbaden - hat offensichtlich die Gunst der Stunde genutzt und beantragt in Ergste zwei 195 m hohe Windkraftanlagen zu errichten. Der Rat der Stadt Schwerte hat eine Zustimmung zu diesem Antrag aus den bekannten und nachvollziehbaren Gründen versagt. Denn der Flächennutzungsplan der Stadt Schwerte sieht für diesen Standort Wald vor und keine Industrieanlage.

Zudem ist der Flächenverbrauch für diese Anlage inklusive Zuwegung gewaltig.

Windrad Schwerte

Zwei Windkraftanlagen mit einer Höhe von 199,5 m in Schwerte - Ergste

Eine erste Sicht der WÄHLERVEREINIGUNG FÜR SCHWERTE (WfS) 

Die Nachfrage nach Windkraftanlagen beschäftigt uns schon einige Zeit in Schwerte. Grundsätzlich sind wir von der WfS nicht gegen Windkraft, nur es muss zumutbar und am geeigneten Standort sein, was ich persönlich für Schwerte-Ergste nicht erkennen kann.

Ich wünschte man hätte uns nicht in der Ferienzeit mit diesem Thema überfallen, sondern eine offene Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, sowie der örtlichen Politik ermöglicht. Zudem ist Schwerte lediglich aufgefordert mit dem Kreis Unna ein Einvernehmen herzustellen, das heißt Abwägungspunkte zu liefern, sich aber aus Entscheidungen herauszuhalten (aus der Entfernung im Kreis und über die Köpfe hinweg entscheidet es sich leicht). So geht man nicht mit Menschen um, so verkürzt man Demokratie, - das kenne ich aus guten Bauleitverfahren auch anders!

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